In der OB Stichwahl 2020 in Lindau konkurieren Mathias Hotz und Claudia Alfons um den Posten. Oh mein Gott, was haben wir uns da angetan. Naja, eigentlich hat es sich schon abgezeichnet. Was spricht nun für den Einen, was für den anderen Kandidaten? Hier meine ganz persönliche Einschätzung und Meinung.

Die Wahl aus den fünf Kandidaten war schon schwer genug, kaum unterschiedliche Meinungen, in allen Diskussionen Kuschelkurs, Keiner der Kandidaten konnte sich in die Positionen bringen, dass ich in ihm meine Interessen vertreten sähe. Kurzzeitig witzelte ich, dass ich mich selbst aufstellen würde, 190 Unterschriften hätte ich leicht gesammelt bekommen. Hab ich aber nicht, wahrscheinlich wäre mein Ergebnis auch ähnlich wie Kai Kattaus gewesen. Hab ich aber nicht und so muss ich mit dem Ergebnis leben. In der Stichwahl zum einen jemand der Lindau zwar kennt aber unsympathisch ist. Auf der anderen Seite steht jemand der recht sympathisch rüber kommt, leider mit weniger Verknüpfung in Lindau. Wo unterscheiden sich nun wirklich die beiden Kandidaten?

Irgendwie gar nicht was die großen Themen angeht. Lediglich die Nutzung der hinteren Insel bietet Differenzen. Schauen wir mal auf die kleinen Themen. Hotz spricht über Themen selten aktiv, er reagiert eher, Alfons ist Therotisch hervorragend aufgestellt, allerdings mangelt es ihr an praktischer Erfahrung – so scheint es zumindest. Aber sie isst kreativ, verfolgt neue bzw. andere Ansätze und würde den Lindauer Klüngel, der über Jahre im kommunalen politischen Umfeld gewachsen ist, auflösen.

Ich denke für Lindau wäre frischer Wind wichtiger als die Pflege gut gepflegter Seilschaften. Jetzt heißt es für Claudia Alfons Präsenz zu zeigen, nochmals, deutlicher ein Bild zu malen, eine Vision zu haben für Lindau. Und sie sollte sich bewusst machen, dass Lindau nicht München ist und das in Kleinstädten einige Dinge anders funktionieren bzw. möglich sind.

Ich tendiere stark dazu mein Kreuz vor den Namen Alfons zu setzten, wenn sie zeigt, dass sie Lindau kennt, Lindau liebt, sich langfristig für Lindau bindet. Vielleicht überzeugt sie mich auch, dass sie Lindau nicht als Sprungbrett nutzen will für eine weitere politische Karriere.