Mobilität

Warum mir das Thema wichtig ist

Eine funktionierende Stadt braucht eine Mobilität, auf die man sich im Alltag verlassen kann. Intelligente, sichere und realistische Verkehrslösungen sind für mich kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung für Lebensqualität, Verkehrssicherheit und eine funktionierende Stadt für alle Generationen.

Mir ist wichtig, dass alle Verkehrsteilnehmer sicher unterwegs sein können. Dazu gehört ein lückenloses Rad- und Fußwegenetz, das Stadtteile sinnvoll miteinander verbindet und insbesondere Alltags- und Schulwege sicherer macht. Gute Rad- und Fußwege sind ein zentraler Bestandteil moderner Stadtentwicklung und entlasten zugleich den motorisierten Verkehr.

Ebenso entscheidend sind funktionierende Übergänge zwischen den Verkehrsmitteln. Bike-&-Ride- und Park-&-Ride-Angebote erleichtern den Umstieg und machen Mobilität im Alltag planbarer. Wer das Auto stehen lassen möchte, braucht verlässliche Alternativen, die praktisch und gut erreichbar sind.

Mobilität wird außerdem dann attraktiv, wenn Angebote übersichtlich gebündelt und verständlich zugänglich sind. Eine zentrale LindauMobil-App, die Bus, Bahn, Parken, Radverkehr und weitere Mobilitätsangebote zusammenführt, kann Orientierung schaffen und den Alltag deutlich vereinfachen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt für mich auf der Straßeninfrastruktur im gesamten Stadtgebiet. Gut ausgebaute, sichere und gepflegte Straßen sind keine Nebensache, sondern Grundlage für Verkehrssicherheit, Wirtschaft und Lebensqualität. Notwendig ist ein ehrlicher Blick auf den Sanierungsbedarf, klare Prioritäten und eine verlässliche, langfristige Planung – statt punktueller Flicklösungen.

Der Bahnhof Reutin hat dabei eine zentrale Bedeutung. Seine Weiterentwicklung zu einem modernen, multimodalen Verkehrsknotenpunkt kann Bahn, Bus, Fahrrad und Individualverkehr sinnvoll verknüpfen und den Umstieg im Alltag erleichtern.

Neue Mobilitätsangebote sollten zunächst erprobt werden, bevor sie dauerhaft eingeführt werden. Zeitlich befristete Pilotprojekte – etwa im öffentlichen Nahverkehr an stark frequentierten Tagen oder in der Nebensaison – ermöglichen praxisnahe Erfahrungen. Auf dieser Basis lassen sich Maßnahmen transparent bewerten und verantwortungsvoll weiterentwickeln.

Mein Anspruch ist eine Mobilitätspolitik, die pragmatisch, nachvollziehbar und finanzierbar ist. Lösungen müssen im Alltag funktionieren, akzeptiert werden und langfristig tragfähig sein. 

Zentrale Projekte und Herausforderungen

ZUP – Zentrale Umsteigeplattform

Am Berliner Platz entsteht in den kommenden Jahren der neue ZUP (Zentrale Umsteigepunkt).
Er soll die verschiedenen Verkehrsmittel effizient verknüpfen – Bahn, Stadtbus, Regionalbus, Fahrrad und Individualverkehr.
Moderne Wartezonen, sichere Übergänge, digitale Fahrgastinformationen und ausreichend Fahrradstellplätze machen den ZUP zum Herzstück eines integrierten Verkehrssystems.

Berliner Platz – mehr als ein Verkehrsknoten

Der Berliner Platz soll künftig nicht nur Transitpunkt, sondern auch Aufenthaltsraum und Visitenkarte der Stadt werden.
Eine klare Verkehrsführung, sichere Querungen und Begrünung schaffen eine neue Aufenthaltsqualität.
So entsteht ein echter Stadteingang – funktional und einladend zugleich.

Das Gleisdreieck – Raum für neue Wege

Das sogenannte Gleisdreieck zwischen Reutin, Aeschach und Insel bietet enormes Potenzial.
Die stillgelegten Bahntrassen eröffnen Möglichkeiten für neue Wegeverbindungen,
für Rad- und Fußverkehr, aber auch für Verkehrsflächen oder Parkraumlösungen.
Aus einer früheren Barriere kann so ein verbindendes Element zwischen Stadtteilen werden.

Perspektive: Mobilität von morgen

Lindau entwickelt sich Schritt für Schritt zur vernetzten Mobilitätsstadt.
Zentrale Elemente dabei sind:

  • Ausbau eines leistungsfähigen Stadtbussystems mit Anbindung aller Stadtteile

  • Taktverdichtung zwischen Bahnhof Reutin, Berliner Platz und Insel

  • Ausbau sicherer und durchgängiger Radverbindungen

  • Förderung von E-Mobilität, Carsharing und Park-and-Ride-Angeboten

  • Barrierefreie Wege und attraktive Fußrouten in allen Stadtteilen

  • Nutzung digitaler Technologien zur Verkehrssteuerung und Information

Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass Mobilität in Lindau klimafreundlicher, sicherer und komfortabler wird – für Einwohner, Pendler und Gäste gleichermaßen.

Fazit

Die Mobilität in Lindau steht vor einem Generationenwechsel.
Mit dem neuen ZUP, der Umgestaltung des Berliner Platzes und der besseren Vernetzung der Bahnhöfe wird Lindau künftig schneller, umweltfreundlicher und lebenswerter.
Damit gelingt der Übergang von einer autogeprägten Stadt zu einer modernen, multimodalen Mobilitätsregion am Bodensee.

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